Luki und Viktor

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Hallo ihr Lieben!

Ich arbeite dort wo andere Urlaub machen und fahre unheimlich gern zur Arbeit. Klingt komisch, ist aber so. :-) Wir sind eine kleine Handelsagentur im Lebensmittelbereich mit Schwerpunkt Käse. Die bekanntesten Hersteller, für die wir die Supermarktbetreuung erledigen, sind die Firma Meggle und Alpro Soja. Mein Chief ist ein feiner Kerl, mein Kollege Teo ein wahrer Goldschatz und auch unsere 7 Außendienstler sind meist lustig und problemlos. Das Bürogebäude liegt auf dem Grundstück von unserem Chief und ist vom Garten umgeben. Dort gibt es einen großen Teich, auf dem sich meist die vier indischen Laufenten (jaaa, sie machen ihrer Herkunft wirklich Ehre...) Backe, Blondie, Boomer und Bandito tummeln, es gibt natürlich einen Hühnerstall samt Hahn und 20 Hennen und somit ist immer was los.

Ich als Miezen-Freak war deshalb um so glücklicher als es hieß, dass gegen die Mäuseplage zwei Kätzchen angeschafft werden sollen. Chief meinte sogar scherzhaft, dass die Miezen extra für mich angeschafft werden sollten. :-) Nun gut, die zwei Katzenschwestern Luki und Minnie zogen Ende Juli auf den Hof und lebten sich prima ein. Luki hatte von Anfang an etwa 3-4 cm unterhalb der Schwanzspitze eine Wunde. Nach ein paar Tagen fiel die Schwanzspitze einfach ab und als ich die offene Wunde sah (boah, lange nicht sowas ekliges gesehen), schnappte ich mir die Kleine und ab zum TA. Er versorgte Luki antibiotisch und sprühte die Schwanzspitze mit Desinfektionsspray ein. Das muss gebrannt haben! :-( Heute ist der Schwanz wieder komplett mit Fell bewachsen, die fehlende Schwanzspitze verleiht der süßen Maus einen wunderbaren Charme und sie trägt seitdem den niedlichen Spitznamen "Lady Stummelschwanz".

Leider verschwand die hübsche Minnie am 12.08. spurlos. Auch intensive Suchaktionen ließen nie eine Spur von ihr erscheinen. Luki war sehr, sehr traurig, jammerte vor der Bürotüre und lief mit mir suchend durch den Garten. Sie weinte um ihre Schwester. :-( Es war einfach nicht mitanzusehen und auch Chief und seine Frau waren sehr bekümmert. Sie entschieden sich, schnellstmöglich den Bruder der beiden zu Luki zu holen. So zog Viktor am 15.08. auf den Hof und war von Anfang an unser kleiner "Lord Viktor". Er ist als Kater deutlich größer wie seine zierliche Schwester Luki und machte gleich auf großen Bruder. Die beiden sind heute ein wunderbares Jagdteam. :-)

Nun machen Katzen ja leider keinen Unterschied, wenn es um Verwandtschaft und die lieben Hormone geht. Sie mussten also zum richtigen Zeitpunkt beide kastriert werden. Am 28.10. sollte es soweit sein. Um für die Narkose nüchtern zu sein, nahm ich die beiden am 27.10. mit zu uns nach Hause und sie durften sich in unserem Miniflur frei bewegen. Was für mich fast unglaublich war: sie waren von Anfang an stubenrein, obwohl sie noch nie ein Katzenklo (geschweige denn ein selbstgebasteltes aus Pappkarton) oder Katzenstreu gesehen hatten. :-)

Hier ein paar Beweisfotos:

Luki-1.jpg (12847 Byte)Beide-3.jpg (13039 Byte)Viktor-2.jpg (13115 Byte)

Am 28.10. gab ich sie morgens beim TA ab und holte sie um 11.30 Uhr wieder ab. Viktor war bereits um 13.30 Uhr so quängelig, dass ich ihn im Besprechungsraum aus der Transportbox ließ. Ich stellte Katzenklo und Wasserschüssel auf und Viktor torkelte durch den fremden Raum. Die ersten Trockenfutter Fressversuche beobachtete ich genau, da aufgrund der noch nicht ganz verdauten Narkose ein Verschlucken und Ersticken nicht ausgeschlossen war. Aber der kleine Lord war fit und schmusig wie immer. Luki schlief bis 16 Uhr. Ich ließ sie aus der Box, aber sie hatte ihr Hinterteil so gar nicht im Griff. Da sie ja auch noch dazu sehr dünn und zierlich ist, machte es einen schlimmen Eindruck. Die beiden durften sich über Nacht im Besprechungszimmer ausschlafen und wurden am nächsten Morgen in ihre gewohnte Umgebung entlassen. Beide sind wieder prima drauf, doch bei Lady Luki steht noch das Fäden ziehen an...